Erfahrungsbericht von Aurélie und Anthony und ihren vier Kindern auf dem Radweg „La Loire à Vélo“

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Aurelie und Anthony aus dem Anjou haben sich gemeinsam mit ihren vier Kindern auf ihre Fahrräder geschwungen, um den Loire-Radweg zu erkunden. Ihre zwei energiegeladenen und unternehmungslustigen Kinder Valentine (11 Jahre) und Louis (8 Jahre) konnten schon allein auf ihren Fahrrädern fahren, während Pauline (5 Jahre) und Capucine (3 Jahre) von ihren Eltern im Fahrradanhänger gezogen wurden! Sie erzählen Ihnen von ihren Erfahrungen ...

Julia von La Loire à Vélo: Welche Route haben Sie auf dem Loire-Radweg zurückgelegt?

Wir haben den Zug von Angers nach Orléans genommen. Im Fahrradabteil konnten wir unsere gesamte Ausrüstung – vier Fahrräder und zwei Anhänger – unterbringen.
Vor der Abfahrt haben wir getestet, wie viele Kilometer wir zu sechst an einem Tag schaffen können. Das waren 30 km pro Tag.

Als Herausforderung haben wir uns das Ziel gesetzt, die Strecke Orléans – Saint-Brévin-les-Pins in 20 Tagen inklusive einiger Ruhetage zu schaffen!

 

Abschnitt Orléans – Beaugency – 32 km

Erster Tag, erste Lektion! Aurélie wollte das Brot für die Sandwiches nicht in Orléans kaufen. Also mussten wir einen Umweg – inklusive Steigung! – fahren, um eine Bäckerei zu finden. Als wir in Beaugency ankamen, gab es am Loireufer zum Glück Spiele für die Kinder (Hüpfburg, Karussell …). So konnten wir sie nach dieser kleinen Strapaze auf andere Ideen zu bringen.

Abschnitt Beaugency – Chaumont-sur-Loire – 54 km

Wir haben das sehr hübsche Schloss Chaumont besichtigt! Die Wege zum Campingplatz sind relativ flach. Bei unserer Ankunft sind wir gleich in den Pool gesprungen, um etwas auszuspannen!

Abschnitt Chaumont-sur-Loire – Amboise – 30 km

Eine sehr hügelige Etappe! An diesem Tag ist der Anhänger kaputtgegangen. Daher mussten wir einen Tag länger auf dem Campingplatz bleiben (Accueil Vélo). Wir konnten keine Reparaturwerkstatt für die Anhänger finden. Doch mein Mann hat im Internet per Zufall ein Ersatzteil gesehen, das wir uns gleich für den nächsten Tag liefern lassen konnten!

Bei unserer Ankunft in Amboise haben wir das Schloss besichtigt. Die Kinder waren begeistert 🙂

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Abschnitt Amboise – Tours – 34 km

Hier haben wir einen tollen Campingplatz aufgetan, mit einer riesigen Hüpfburg für die Kinder. Trotz der gerade hinter uns gebrachten 34 km hatten Sie noch genug Energie, um zu spielen … Und wir, haben uns einen Aperitif gegönnt!

Abschnitt Tours – Savonnières – 30 km

In Tours hatten wir Probleme, uns zurechtzufinden (in Städten sind Beschilderungen schlechte zu sehende). Dennoch konnten wir eine sehr schöne Route finden. Und zu unserer Überraschung fand in Savonnières an diesem Tag das Dorffest statt! Auf dem Abendprogramm standen daher u. a. Unternehmungen, Feuerwerk und festliche Stimmung. Wir haben es wirklich gut getroffen!

Abschnitt Savonnières – Rigny-Ussé – 28 km

Der Tag fing gleich gut an … ein Platten! Valentine fährt oft am Straßenrand …

Nach der Reparatur konnten wir das Dornröschenschloss besichtigen. Unsere Mädchen hatten hier viel zu staunen!  Außerdem trafen wir mehrere Familien, die auf der gleichen Route unterwegs waren wie wir. Die passende Gelegenheit, unsere Eindrücke auszutauschen 🙂

Abschnitt Rigny-Ussé – Saumur – 42 km

… Der zweite Platten: Die Kieselsteine sind auf dieser Strecke etwas größer, außerdem ist es hier ein bisschen hügeliger als auf den anderen Routen! Eine sehr angenehme Etappe, vorbei an Montsoreau, den Höhlendörfern und Weinbergen …

Bei unserer Ankunft auf dem Campingplatz war der jedoch ausgebucht … Als wir wegfuhren, kam ein Reisender auf uns zu, der uns gehört hatte. Er empfahl uns eine andere Stelle nicht weit von hier – in Dampierre-sur-Loire –. Der Platz ist zwar für Wohnmobile, aber es gibt dort auch Stellplätze für Zelte. Eine tolle Begegnung und ein toller Tipp! Außerdem war es kostenlos 🙂

Abschnitt Dampierre-sur-Loire- Rosiers-sur-Loire – 27 km

Hier haben wir einen fabelhaften Campingplatz mit Blick auf die Loire gefunden. Zudem hatten wir an diesem Tag herrlichen Sonnenschein! Wir haben den Nachmittag am Loireufer mit Angeln verbracht und ihn mit einem großartigen Sonnenuntergang ausklingen lassen.

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Abschnitt Rosiers-sur-Loire – Sainte-Gemmes-sur-Loire – 37km

Herrliche Uferlandschaften! Ein Teil der Strecke führte über die Felder (Gemüseanbau). Wir sind in einem sympathischen Bio-Campingplatz angekommen. Hier wurde alles für die Kinder konzipiert und alles wird geteilt! Es war komisch, so ganz in der Nähe von zu Hause zu übernachten, aber wir hatten keine Lust, bei uns einen Zwischenstopp einzulegen!

Abschnitt Sainte-Gemmes-sur-Loire – Chalonnes-sur-Loire – 27km

Diesmal haben wir die Etappe im Regen verbracht! Natürlich sind wir klatschnass angekommen. Am nächsten Tag ging es so weiter! Wir haben uns entschieden, in Chalonnes-sur-Loire zu bleiben, wo wir Kanu gefahren sind!

Abschnitt Chalonnes-sur-Loire – Saint-Florent-le Vieil – 31km

Sehr windiger Tag, vor allem auf den Deichen der Loire (zum Glück hatten wir den Wind im Rücken).

Diesmal hatten wir den Tag gut geplant und es lief alles wie am Schnürchen, bis mein Sohn seine Gangschaltung kaputt bekam! Mein Mann – ein echter MacGyver! –  hat sie repariert. Wir hatten schon Angst, dass wir umkehren mussten!

Abschnitt Saint-Florent-le Vieil – Oudon – 29 km

Nach einem Zwischenstopp in Ancenis haben wir das Schloss von Oudon besichtigt. Eine sehr gut durchdachte Führung, die den Loire-Radweg miteinbezieht: Die Kinder waren begeistert und riefen „Guck mal, das haben wir gesehen!“ und „Da sind wir lang gefahren!“. Anschließend haben wir eine Bootstour mit einem Flussführer gemacht, die von der Touristeninformation angeboten wurde. Großartig!

Abschnitt Oudon – Sainte-Luce-sur-Loire – 23 km

Unterwegs sind wir an Radieschenfeldern vorbeigekommen. Anthony hat die Gelegenheit genutzt, um einige aufzusammeln, die natürlich nicht geerntet worden waren! Die Kinder haben in Sainte-Luce-sur-Loire im Grünen gespielt, während wir uns etwas ausruhten.

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Abschnitt Sainte-Luce-sur-Loire – Frossay – 46 km

Wir hatten uns das Ziel gesetzt, am letzten Tag eines vor Ort veranstalteten Festivals den Camping du Migron zu erreichen. In Couëron haben wir uns von einer Fähre übersetzten lassen. Große Etappe, denn es gab keinen näher gelegenen Campingplatz. Eine schön Spazierfahrt am Kanal entlang!

Abschnitt Paimboeuf – Saint-Brevin-les-Pins – 33 km

Die Endstation der Radroute ist einfach sagenhaft – Ozean, so weit das Auge reicht … und erst die salzige Meeresluft! Die Kinder haben den Tag ausgiebig genutzt, um am Strand Sandburgen zu bauen und im weiten Meer zu baden!

 

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Julia:  Was hat auf Ihrer Reise den größten Eindruck hinterlassen?

Wir haben viele Leute getroffen: auf den Campingplätzen, auf der Radroute … Jeder erzählt kleine Anekdoten – das war sehr bereichernd und sympathisch! Man fühlt sich wie in einer großen Familie – die der Radtouristen auf dem Loire-Radweg!

Mein Mann hatte vom Loire-Radweg in der Zeitung gelesen. Der Interviewpartner war die 900 Kilometer lange Strecke selbst gefahren. Das hat uns Lust gemacht, mit den Kindern die Radtour auch zu machen, und wir sind wahrlich nicht enttäuscht worden!