Eine mittelalterliche Stiftung
Die ersten Hinweise auf diese Wallfahrtsstätte stammen aus dem Jahr 1377 und finden sich in Dokumenten, die mit den Herren von Bain in Verbindung stehen. Im Jahr 1410 ging sie in den Besitz von Jean de la Brunetière über. Ursprünglich dem Heiligen Markus geweiht, war sie ein vielbesuchter Wallfahrtsort, zu dem man von weit her kam, um um den Schutz der Ernten und der Güter des Landes zu bitten.
Die Anekdote von der „geteilten Verantwortung“
Ende des 16. Jahrhunderts kam es zu einem ungewöhnlichen Rechtsstreit zwischen den Ordensbrüdern des Priorats, dem Kaplan von Beaulieu und dem Pfarrer von Liré. Während sich alle um das Eigentumsrecht an der Stätte stritten, um die Opfergaben zu erhalten, wollte niemand die Kosten für die Instandsetzung des Gebäudes übernehmen. Das damalige Urteil zeugte von vorbildlicher Weisheit und wurde zu einer goldenen Regel für das Bauwerk: „Wer davon profitiert, muss für dessen Instandhaltung sorgen.“
Die „Katakombenkapelle“
Eine der prägendsten Episoden ihrer Geschichte spielte sich während der Französischen Revolution ab. Während die Kirche von Liré zerstört wurde, blieb die kleine Kapelle von Beaulieu unversehrt. Ihr Geheimnis? Sie war so gut unter einem dichten Baumdach verborgen, dass sie als geheimer Zufluchtsort oder als „Katakomben“ diente, um dort heimliche Messen zu feiern.
Eine von den Einwohnern getragene Wiederbelebung
Nach mehreren Phasen der Vernachlässigung erlebte die Kapelle zwei große Restaurierungswellen:
• 1950: Auf Initiative von Pfarrer Georges Allard schlossen sich Freiwillige und Handwerker zusammen, um das Gebäude zu retten, und feierten eine Pontifikalmesse, um ihre Wiedergeburt zu begehen.
• 1985: Die Gemeinde unterzeichnet einen Pachtvertrag über 99 Jahre, um den Fortbestand der Kapelle zu sichern, und überträgt deren Verwaltung dem Verein „Les Amis de la Chapelle“.
Ein Schrein des lokalen Handwerks
Heute ist die Kapelle eine wahre Galerie des regionalen Handwerks:
• Die „Compagnons du Devoir“ haben die Granitbänke und das Malteserkreuz angefertigt sowie den Altar restauriert.
• Die Kunst des „Fuilet“: Die Terrakotta-Statuen wurden von den lokalen Künstlerinnen Madeleine de la Rougerie und Marie-Jo modelliert.
• Das Licht: Die dank der Spender eingebauten Buntglasfenster symbolisieren den Weinbau und die Ernte.
Dieser besondere Ort der Begegnung wird jedes Jahr neu belebt, insbesondere bei den Bittgebeten, und führt so eine jahrhundertealte Tradition inmitten einer herrlichen Landschaft fort.
Podcast auf Englisch: https://cdt49.media.tourinsoft.com/upload/Podcast---Tell-me-about-the-chapel-of-Beaulieu.mp3
Podcast auf Französisch: https://cdt49.media.tourinsoft.com/upload/Podcast---Raconte-moi-la-chapelle-de-Beaulieu.mp3
Besuchssprachen:Französisch
Hausgruppen:ja
Haustiere erlaubt
Vorgeschlagene Aktivitäten:Wanderausstellungen
| Periode (n) | Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Freitag | Samstag | Sonntag | Öffnungszeiten | Ruhetag |
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| - | - / - | 09:00 - / - | - / 20:00 - | 09:00 - / - | - / - | 09:00 - / - | - / 20:00 - |
Einzelbesuche
Kostenloser Besuch (Dauerhaftigkeit):jaKostenloser Besuch (Anfrage):nein
Führung (Dauerhaftigkeit):
Führung (Anfrage):
Dauer des Besuchs:
Kostenlose Verkostung:
Verkostungsgebühr:
Gruppenreisen
Kostenloser Besuch (Dauerhaftigkeit):jaKostenloser Besuch (Anfrage):nein
Führung (Dauerhaftigkeit):
Führung (Anfrage):
Dauer des Besuchs:
Kostenlose Verkostung:
Verkostungsgebühr:
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